Herkömmliche Workflows zur Realitätserfassung waren lange Zeit durch feste Zeitpläne, hohe Kosten und eingeschränkte Flexibilität eingeschränkt. In unserem jüngsten Webinar stellte Cintoo in Zusammenarbeit mit Ricoh vor, wie die 360 Edition von Cintoo die Lücke zwischen hochpräzisem Laserscanning und dem Bedarf an häufigeren, ressourcenschonenden Einblicken in Baustellen schließt .
Unter der Leitung von Dominique Pouliquen (CEO, Cintoo), Thomas Servan (Ricoh) und Derek Lawrence (Experte für Reality Capture) wurde in der Sitzung untersucht, wie 360°-Bildmaterial und Gaussian Splatting die Realitätserfassung zu einer kontinuierlicheren, kostengünstigeren Ressource ausbauen können, ohne das vermessungsgenaue Scannen zu ersetzen.
Cintoo hat sich stets als hardwareunabhängige, multimodale SaaS-Plattform positioniert, die Punktwolken in hochauflösende 3D-Netze umwandeln kann, die direkt in einem Webbrowser gestreamt werden. Während des Webinars erklärte Dominique, dass die Erweiterung um 360°-Bilder durch den tatsächlichen Kundenbedarf nach schnelleren Inspektions- und Aktualisierungsabläufen vorangetrieben wurde.
Durch die Unterstützung von 360°-Videoaufnahmen neben Laserscans, BIM-, CAD- und GIS-Daten baut Cintoo seine Rolle als zentrale Informationsquelle für Digital-Twin-Workflows weiter aus. Wie Dominique betonte, ist das Ziel nicht „entweder Laserscanning oder 360°-Bildmaterial“, sondern ein komplementärer Ansatz, bei dem jede Technologie dort eingesetzt wird, wo sie den größten Mehrwert bietet.
Mithilfe der Ricoh THETA X können Teams mit einer am Helm befestigten Kamera oder einem Handstick durch eine Anlage gehen und dabei in einem langsamen, kontrollierten Tempo 360°-Videos aufnehmen. Dieses Filmmaterial wird automatisch in die Ricoh-Cloud hochgeladen und anschließend sicher in Cintoo importiert – manuelle Dateiübertragungen sind nicht erforderlich.
Nach der Verarbeitung erhalten die Nutzer zwei wichtige Ergebnisse:
Navigierbare 360°-Bilder entlang des Kamerapfads
3D-Gauß-Splats, die eine fotorealistische, räumlich genaue Visualisierung bieten, die sich für Navigation, Messungen, Anmerkungen und die Kennzeichnung von Objekten eignet
Im Gegensatz zu herkömmlichen Split-Screen-Ansätzen integriert Cintoo alle Modalitäten – 360°-Bilder, Gauß-Splats, Laserscan-Netze und BIM-Modelle – in eine einzige einheitliche 3D-Umgebung, ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal, das während der gesamten Sitzung hervorgehoben wurde.

Ein wichtiger Erkenntnisgewinn des Webinars war die Transparenz hinsichtlich der Genauigkeit. Gaußsche Splats bieten, wie Dominique es beschrieb, „visuelle Genauigkeit“, typischerweise innerhalb von plus/minus einem Zoll, was sie ideal für Navigation, Inspektionen und das Verständnis des Kontexts macht. Laserscans hingegen bleiben unverzichtbar für vermessungsgenaue Ingenieurarbeiten, bei denen Präzision im Millimeterbereich erforderlich ist.
Diese Unterscheidung ermöglicht es Teams, das Laserscannen zu optimieren, indem sie es nur dort einsetzen, wo es notwendig ist, und sich auf die 360°-Erfassung verlassen, um die tägliche Transparenz zu gewährleisten.
Der Reality-Capture-Experte Derek Lawrence, der das Produkt aktiv testet, berichtete, wie die Lösung Teams dabei hilft, Umgebungen zu aktualisieren, die zuvor ohne Farbe gescannt wurden oder nicht mehr aktuell sind. Durch das Überlagern von 360°-Bildern und Gauß-Splats auf bestehende Daten können Teams schnell den Kontext wiederherstellen, ohne neue Scans in Auftrag geben zu müssen.
Ein weiterer leistungsstarker Anwendungsfall, der erörtert wurde, war die Überbrückung der Lücken zwischen Scans. Anstatt ganze Anlagen „nur für den Fall“ erneut zu scannen, können Teams genau identifizieren, wo vermessungsgenaue Daten fehlen, und sich gezielt auf diese Bereiche konzentrieren. Wie General Motors, ein Early Adopter, zusammenfasste, macht dieser Ansatz das „Laserscannen chirurgisch präzise“, was bedeutet, dass man nur dort scannt, wo man wirklich vermessungsgenaue Genauigkeit benötigt.

Das Webinar ging auch auf erwartete Szenarien zur Kapitalrendite ein, darunter:
Reduzierung ungeplanter oder wiederholter Laserscans
Minimierung von Vor-Ort-Besuchen durch den Fernzugriff auf aktuelle Zustände
Zeitersparnis für Ingenieur-, Betriebs- und Wartungsteams
Effiziente Skalierung der Realitätserfassung über mehrere Standorte hinweg mit standardisierten 360°-Workflows
Schon die Einsparung von ein oder zwei Tagen externer Scanaufnahmen kann die Investition rechtfertigen, während eine schnellere Einarbeitung und Ergebnisse noch am selben Tag die Amortisationszeit verkürzen.
Durch die Kombination von leichtgewichtiger 360°-Erfassung mit hochauflösender 3D-Visualisierung macht die 360 Edition von Cintoo die Realitätserfassung zu einer kontinuierlichen, bedarfsorientierten Ressource. Teams profitieren von schnelleren Einblicken, besserer Zusammenarbeit und sicherer Entscheidungsfindung, ohne dabei an Genauigkeit einzubüßen, wo es am wichtigsten ist.
Sehen Sie sich hier die vollständige Webinar-Aufzeichnung an: